Frühlings Erwachen

Wedekinds Skandalstück am RSG: Frühlings Erwachen

Das 1891 erschienene Stück von Franz Wedekind wurde erst 1906 aufgeführt. Damals ein Skandalstück – und auch heute noch keine „leichte Kost“. Die Schauspielgruppe der Mittel- und Oberstufe unter der Regie von Wolfram Steininger wagte im Juli 2018 eine mutige Inszenierung.

Melchior:        Hast du schon einmal ein Mädchen gesehen?

Moritz:            Ja!

Melchior:        Aber ganz?! Ganz gesehen?

Viele Jugendliche tummeln sich da auf der Bühne des Lebens. Manche langweilen sich. Manche spielen. Manche wollen das Leben genießen. Manche haben schulische Probleme. Manche sind verklemmt. Aber in den meisten brodelt es. Manche probieren sich aus; doch die meisten nur heimlich – hinter einer Wand, die aber auch nicht viel mehr ist als eine verletzliche dünne Haut.

Äußerlich sind sie eingezwängt in ein enges Korsett. Und sie sehen sich konfrontiert mit einer Erwachsenenwelt, die nach außen hin meist stocksteif, im Inneren verlogen ist. – Hauptsache, die „Fassade“ ist makellos. Dafür geht man auch über Leichen und opfert das eigene Kind: Wendla wird die Borniertheit ihrer Mutter nicht überleben. 

 

Zunächst einmal großen Dank an unsere langjährigen Techniker!

Dieses Stück war nach vielen Jahren unserer Zusammenarbeit in ästhetischer Hinsicht unsere "Meisterleistung" - ohne die konzentrierte Mitarbeit der Technik nicht denkbar.

Wir - und mit uns das ganze RSG - bedanken uns bei Euch für viele Jahre Zuverlässigkeit, Geduld, Kreativität, gute Laune und denkwürdige Gastauftritte auf der Bühne und wünschen Euch alles Gute!

Großartige Jungs für eine großartige Truppe!

Zur Erinnerung: das erste der folgenden Fotos entstand bei den Proben zu den "Physikern" (2015) und das zweite bei den Proben zu "Frühlings Erwachen" (2018)

 

Und auch für einige Schauspielerinnen und Schauspieler war es ihre letzte Aufführung!

Ihr habt uns viele Jahre bestens unterhalten. Wir lassen Euch ungern ziehen. Die Zeit mit Euch war phänomenal!

Aber Ihr seid immer als unsere Gäste willkommen!

 

Nun aber:

 

Der Worte sind genug gewechselt,

Lasst mich nun endlich Taten sehn!

Indes ihr Komplimente drechselt,

Kann etwas Nützliches geschehn.

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vorspiel auf dem Theater, V. 214-217)

 

Die folgenden Fotos unserer Aufführung folgen der Chronologie des Stücks; wir lassen sie für sich sprechen.