Simpel

"Simpel"

- ein Stück mit viel Herz zum Thema Inklusion

(nach der Romanvorlage von Marie-Aude Murail)

 

Barnabé Maluri, „Simpel“ genannt, spricht mit seinem Stoffhasen, Monsieur Hasehase, und findet Damen, die nett sind, „schön“. Er und sein Bruder Colbert bewältigen ihr Leben auf eine besonders anrührende Weise: Nach dem Tod der Mutter sind die beiden auf sich allein gestellt.

Die Tatsache, dass Simpel ein geistig behinderter Junge ist, um den sich Colbert liebevoll kümmert, macht es den beiden nicht leichter.

Die Dame vom Jugendamt und ihre Assistentin bringen Simpel gegen seinen Willen und den Widerstand seines Bruders ins Heim.

     

Dort fühlt er sich nicht wohl, und auch sein Zimmergenosse Fabian klatscht Beifall, als es Colbert gelingt, mit seinem Bruder zu flüchten.

Die beiden finden schließlich eine sympathische Studenten-WG, die trotz anfänglicher Skepsis das Anderssein Simpels als selbstverständlich hinnimmt und die Brüder unterstützt.

Sogar der zunächst argwöhnische Hausverwalter Monsieur Gottlieb kann Simpel schließlich liebgewinnen und erweist sich als sensibler Charakter.

     

Das Leben in der WG hat Höhen und Tiefen, Simpel bringt alles Durcheinander und so kommt es schließlich zum Eklat.

  

Am Ende aber haben Jugendamt und Heimleitung ein Einsehen und erkennen, dass Simpel am Glücklichsten bei seinem Bruder leben kann.

  

Die beiden finden in der WG ein Zuhause und feiern eine große Party.

Bei aller Komik bleibt nicht verborgen, dass der behinderte Simpel mit Vorurteilen und Intoleranz zu kämpfen hat, was aber durch die couragierten Menschen in seinem Umfeld ausgeglichen werden kann.

Die Leiterinnen der Theaterklasse, Beate Helneder-Amberger und Susanne Frisch, dankten dem scheidenden Direktor Günter Habel für die langjährige Unterstützung und Wertschätzung der Theaterarbeit am RSG.