Exkursionen

2. Exkursionen

Durch eine Vielzahl von Tagesexkursionen mit stets wechselnden Zielen soll den Schülerinnen und Schülern der Blick auf die noch heute sichtbaren Spuren der Römer in unserer Region geweitet werden und deren Lebensumstände, so wie sie in den Lehrbüchern gezeigt werden, greifbar und verständlich gemacht werden.

Besuch der Schumanisten im antiken Regensburg 

Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham, die Latein als erste Fremdsprache gewählt haben, auf nach Castra Regina, dem heutigen Regensburg. Dort statteten die begeisterten Lateiner wurden in Begleitung ihrer Lehrer Dr. Paul Schrott und Berno Secknus der Römerabteilung des Historischen Museums am Dachauplatz einen Besuch ab.  

Dort sollten die Schülerinnen und Schüler hautnah mit der großartigen Kultur der Römer in Kontakt kommen, über die sie bereits viel im Unterricht aus Büchern und Texten gehört und gelesen hatten. Während einer interaktiven Führung durch die Römerabteilung erfuhren sie, wie der Alltag der Menschen vor knapp 2.000 Jahren aussah!

Bild: Ulrich

Auf den Spuren der Römer in Eichstätt – Exkursionswoche für die 6. Jahrgangsstufe

Bereits Herodot, der weitgereiste Vater der Geschichtsschreibung, trat für die Autopsie als eine zentrale Methode der Informationsbeschaffung ein. Dieser Überlegung folgten auch die Sechstklässler und begaben sich drei Tage in Begleitung der Lehrkräfte Diana Lohmer-Lößl, Dr. Paul Schrott, Philipp Ulrich und Schülermutter Doris Münch an den rätischen Limes bei Eichstätt. Auf dieser Reise in die Welt der alten Römer – mit kleinen Abstechern in die prähistorische Zeit der Dinosaurier und ins Mittelalter – konnten die Schumanisten viele Eindrücke sammeln. Bereits zum sechsten Mal boten die Fachschaften Latein und Geschichte diese Exkursion für die Klassen der sechsten Jahrgangsstufe an. 

Zunächst führte sie der Weg nach Biriciana (Weißenburg). Auch wenn dies nur der Standort einer kleinen Grenzgarnison war, ließen sowohl die gewaltigen Befestigungsbauten als auch der Luxus des Bäderwesens die Schülerinnen und Schüler die kulturelle Größe des römischen Imperiums erahnen. Denn die Weißenburger Thermen demonstrieren in beeindruckender Weise die technische Höhe der römischen Architektur, die schon vor knapp 2.000 Jahren die behagliche Wärme einer energetisch klug genutzten Hypokaustenheizung (Wand- und Fußbodenheizung) möglich machte. 

Bereits zum fünften Mal bot den Schumanisten das Jugendhaus Pfünz Unterkunft und bildete den Ausgangspunkt für die Ausflüge der nächsten Tage darstellte. Zugleich aber bietet das Quartier auch reichlich Möglichkeiten zur individuellen Freizeitgestaltung. Natürlich durfte auch ein Aufstieg zum Kastell Pfünz, dem römischen Vetoniana, nicht fehlen,  ein willkommenes Ziel für einen einem kurzen Abendspaziergang durch die antiken Stätten. 

Am zweiten Tag sah das von der Lateinfachbetreuerin Diana Lohmer-Lößl erarbeitete Programm für die Schülerinnen und Schülern zwar nur einen kleinen „Schritt“ (nach Eichstätt) vor, doch musste ein gewaltiger Zeitsprung bewältigt werden. Denn die Schumanisten statteten dem Museum Bergér in der Nähe von Eichstätt einen Besuch ab, wo die Jugendlichen vieles über die Entwicklung der Erde und die Entstehung von Fossilien erfahren konnten. Auch durften die Schumanisten selbst eine archäologische Grabung im Besuchersteinbruch Blumenberg vornehmen. Der eine oder andere verließ den Steinbrauch freudestrahlend mit einer Menge an kleinen Funden wie Dendriten und Ammoniten oder auch Kristallen, die natürlich nach Hause mitgenommen werden dürfen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Stadt Eichstätt, wo die Schülerinnen und Schüler in der kühlenden Nähe der Altmühl ein mediterranes Mittagessen einnahmen. Später bastelten sie im idyllischen Flair des Hofgartens steinzeitlichen Schmuck.

Der dritte und letzte Tag der Exkursion stand wieder ganz im Zeichen des Imperium Romanum. Denn im Römer- und Kelten-Museum von Manching bei Ingolstadt warteten zahllose Funde – wie etwa der berühmte Bootsfund von Oberstimm – darauf, von den Schumanisten erkundet zu werden. Eingeteilt in mehrere Gruppen durchstreiften sie mit Audioguides das Museum eigenständig, erlebten dann in einer spannenden Führung das Leben der römischen Grenztruppen hautnah und stellten nach römischem Vorbild eigenhändig Glücksbringer aus Metall her.  

So kehrten die Schumanisten auch um viele Erfahrungen reicher heim: Denn neben vielen historischen Erkenntnissen steht bei derartigen Exkursionen doch das Erleben sozialer Gemeinschaft im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler lernen sich intensiver kennen und die Klassengemeinschaft wird gestärkt. Gerade auch die sozialen Tugenden wie Herzlichkeit und Fürsorge im Umgang miteinander, die das RSG als „Schule mit Herz“ auszeichnen, wurden in diesen Tagen groß geschrieben. Lehrer und Schüler dürfen daher freudig und stolz auf eine sehr gelungene Exkursion zurückblicken.  (Text und Bilder: Dr. Paul Schrott)