Fahrten

RSG-Schüler auf Grand Tour in die Magna Graecia – Studienfahrt nach Sorrent 2019

Eine Gruppe von 37 Schülerinnen und Schülern des aktuellen Abschlussjahrgangs des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham bereiste unter der Begleitung der Lehrkräfte Carolin Schwarz, Verena Ulrich und Wolfram Steininger zu Beginn des Schuljahres den Golf von Neapel.

Am ersten Tag stieg die Gruppe mit leicht mulmigem Gefühl, aber auch voller Vorfreude zum Kraterrand des Vesuv auf. Der Wettergott zeigte sich gnädig und vertrieb die letzten Wolkenfetzen, sodass der Blick frei war auf die schier endlose Millionenstadt Neapel. Am Nachmittag wurde unter Begleitung des fachkundigen und humorvollen neapolitanischen Reisführers Dr. Gaetano Durante, der nun schon seit einigen Jahren vor Ort die Chamer Jugendlichen begeistert, das antike Herculaneum besucht. Deutlich kleiner als das berühmtere Pompeji, vermittelt Herculaneum doch wegen des guten Erhaltungszustands der Häuser einen sehr anschaulichen Eindruck vom Alltagsleben in einem antiken Städtchen. Gegen Ende des Rundgangs stand man unvermittelt vor einer Unzahl von Skeletten, die dem Betrachter auch heute noch – etwa 2.000 Jahre nach der Naturkatastrophe – den Schauer über den Rücken laufen lassen.

Am nächsten Tag stand das mondäne Capri auf der Reiseroute der RSGler. Nachdem man dem Trubel im engen Hafen entkommen war, konnten die Schülerinnen und Schüler auf einer Bootsfahrt bis zu den Faraglioni-Felsen das strahlend türkisblaue Wasser, leuchtend rote Korallen und die schroffen Felsformationen am Ufer bestaunen. Zurück im Hafen mit windzerzaustem Haar stand gleich die nächste abenteuerliche Etappe auf dem Programm: mit dem Minibus hinauf nach Anacapri. Im Garten der wunderbaren Villa San Michele konnte man etwas Ruhe finden und den Blick über die Insel schweifen lassen. Nach einer Mittagspause ging es mit dem Minibus auf den Straßen, die so schmal sind, dass man bei jedem entgegenkommenden Fahrzeug unwillkürlich die Luft anhält und den Bauch einzieht, nach Capri-Stadt. Hier schlenderten die Oberpfälzer bei einem gemütlichen Stadtbummel durch die Gassen bis zu den Augustusgärten, einer Parkanlage, von der aus man einen herrlichen Blick einerseits auf die Via Krupp und andererseits auf die malerischen Faraglioni-Felsen hat.

Im morgendlichen Berufsverkehr es folgenden Tages schob sich der Reisebus zum Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, wo weltberühmte Mosaiken, Fresken und Skulpturen bestaunt wurden, bevor die Mittagspause an einer typisch neapolitanischen Straßenpizzeria eingelegt wurde. Als „Gratiszugabe“ gab es den fast schon infernalischen Auto- und Vespaverkehr an der dortigen Kreuzung.

Im weiteren Verlauf des Tages besuchten die RSGler u.a. Cumae, eine berühmte, mythologisch aufgeladene Gründung griechischer Kolonisten, sowie das exzellent erhaltene Amphitheater von Pozzuoli.

Als klassisches Reiseziel der Grand Tour, abseits von den großen Touristenströmen, wurde schließlich Paestum angesteuert. Der dort spürbare Genius loci, die drei dorischen Tempel und das weltberühmte Grab des Tauchers waren die kulturellen Höhepunkte an diesem Tag; eher entspannend dagegen verlief der späte Nachmittag am herrlichen Sandstrand in unmittelbarer Nähe zum Ausgrabungsgelände.

Der Vormittag des letzten Tages wurde für einen gemütlichen Einkaufsbummel durch die malerischen und bunten Gassen von Sorrent genutzt – ein letztes Mal südliche Sonne tanken, bevor die „Grand Tour“ zurück nach Cham anstand.

Schumanisten auf Stippvisite bei den Griechen und Ägyptern

 

„Das sind dorische Säulen“, stellte Andreas mit Kennerblick fest. Zusammen mit seinen Mitschülern der Griechisch-Klasse und einer Latein-Klasse aus der 10. Jahrgangsstufe stand er auf dem Münchner Königsplatz und blickte zur Glyptothek. Ein einsetzender Nieselschauer veranlasste die Jugendlichen, ihren Rundblick auf Propyläen und Antikensammlung abzubrechen und gleich ins Innere der Glyptothek zu strömen. Dort ließen sie sich von einer Museums-App auf ihren Smartphones durch die Highlights des von Leo von Klenze errichteten Baus der Skulpturensammlung führen und betrachteten berühmte Werke der Archaik, Klassik und des Hellenismus.

Angefangen von den archaischen Kouroi über den Diomedes und die Eirene sowie Grabskulpturen aus der Zeit der Klassik bestaunten die Schüler den Barberinischen Faun oder die trunkene Alte aus der Epoche des Hellenismus. Ein Höhepunkt war schließlich der West- und Ostgiebel des Aphaia-Tempels von Ägina, den König Ludwig I. ankaufen ließ. Trotz des fragmentarischen Erhaltungszustandes waren die Schüler beeindruckt von der Dramatik der dargestellten Szenen.

Anschließend machten sich die Jugendlichen zum nahegelegenen neu erbauten Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst auf. Zahlreiche Objekte aus verschiedenen Epochen der ägyptischen Kultur erwarteten die Schüler. Geführt von einem Mediaguide erfuhren sie Wissenswertes über das Leben und Arbeiten im alten Ägypten, das seit 30 v. Chr. römische Provinz war.

Nach einer Mittagsstärkung unternahmen die Jugendlichen am späten Nachmittag noch einen Bummel durch die Einkaufsstraßen zwischen Stachus und Marienplatz. Der ein oder andere konnte am Ende des Tages ein schickes Mitbringsel zu Hause präsentieren.

Studienfahrt nach Griechenland

Griechenlandfahrt 2007

Wenn Unterricht im Klassenzimmer auch viel vermag, so kann er doch nicht die eigene Anschauung ersetzen.

Das erkennt ein Griechisch- oder Lateinschüler spätestens dann, wenn er in Olympia mit eigenen Füßen die Länge eines Stadions durchmisst, und sieht, dass ihn dabei von den Rängen gut 45.000 Zuschauer anfeuern könnten.

Geradezu von selbst beantwortet sich die Frage, warum ein Schauspieler im Theater von Epidauros kein Mikrofon brauchte, wenn wir den  Klingelton eines in der Mitte der Orchestra positionierten Schüler-Handys auch im obersten Rang einwandfrei hören können.

Dass es einem griechischen Athleten bei seiner Anstrengung um die Ehre ging, das konnten die Schüler am ersten Abend im Hotel in Delphi begreifen, als sie den Fernseher einschalteten: die griechische Basketball-Nationalmannschaft verwandelte beim Spiel gegen Slowenien ihren großen Rückstand in den letzten drei Minuten in einen 68 : 62-Sieg, und die beiden TV-Moderatoren waren in mediterraner Manier außer sich.

Doch der Reihe nach: 25 Schumanisten der KS 13 unternahmen vergangene Woche mit ihren Begleitern Diana Lohmer, Josef Schönberger undBerno Secknuseine Studienfahrt nach Griechenland. Mit dem Flugzeug in Athen gelandet, ging es von dort mit dem Bus zunächst  nach Nordwesten zum Kloster Osios Loukas, einem der bedeutendsten mittelbyzantinischen Baudenkmäler des Landes. Auf der Weiterfahrt nach Delphi wurden die Schüler im Ort Distomo, dessen Einwohner 1944 von deutschen Soldaten ermordet wurden, mit einem nur wenigen bekannten Stück deutsch-griechischer Vergangenheit konfrontiert.

In Delphi angekommen, konnte die Gruppe im Abendlicht noch das Heiligtum der „Athena Pronaia“ besichtigen und den berühmten Postkartenblick auf die „Tholos“ genießen. Dann führte der Weg nach Besuch der Ausgrabungen und des Museums in Delphi weiter nach Westen, und dann mit dem Fährschiff bei Naupaktos auf die Peloponnes. Beeindruckend war der Blick vom Schiff auf die dort rechtzeitig zu den Olympischen Spielen fertiggestellte Brückenkonstruktion, welche die Halbinsel mit dem Festland verbindet. Noch am selben Abend nutzte man die Gelegenheit zur Besichtigung der Ausgrabungen und des Museums im antiken Olympia, denn im Mutterland der Demokratie war tags darauf Wahlsonntag. Das bedeutete: Alle öffentlichen Einrichtungen blieben geschlossen.

Die lange Fahrt über das Taygetosgebirge Richtung Sparta hinterließ bei allen in vielerlei Hinsicht einen starken Eindruck: Die Bezeichnung Gebirge trifft bei Gipfeln zwischen 1800 und 2400 Metern wirklich zu, und andererseits erklärt sich, warum die Spartaner in ihrem Heimatland von äußeren Feinden wenig zu befürchten hatten. Jedoch war auch nicht zu übersehen, dass die Brände der vergangenen Wochen das Land schwer gezeichnet hatten. Man nahm am Abend den Wahlsieg der „Nea Demokratia“ zur Kenntnis, und auch, dass dies in den Medien mehr Anteilnahme hervorzurufen schien als in der Bevölkerung selbst. Der Besuch in der byzantinischen Ruinenstadt Mystra, direkt oberhalb Spartas, trug zu einer Vertiefung der gewonnenen Eindrücke bei. In Sparta selbst nutzte die Gruppe des RSG die Gelegenheit zur Besichtigung des neuen, mit EU-Fördergeldern betriebenen Oliven-Museums. Die Weiterreise führte nach Tolon am argolischen Golf. Die kleine Fischerstadt ist ein idealer Ausgangspunkt für die folgenden Ausflüge nach Tiryns, Mykene, Nauplion und Epidauros. Das „Schatzhaus des Atreus“ in Tiryns beeindruckte durch seine Monumentalität, ebenso wie die „kyklopischen Mauern“. Unheimlich konnte einem der Abstieg in die stockfinstere Zisterne der Burg von Mykene werden, wären die Schüler nicht mit Taschenlampen dafür gerüstet gewesen. Auf dem Weg nach Epidauros erfolgte eine kurzer Stop in Nauplion, wo man auf bayerischen Spuren wandeln kann. 1833 traf hier der von den Großmächten erwählte und von der griechischen Nationalversammlung bestätigte König Otto ein. Ein Jahr regierte er von hier aus, bevor der Hof nach Athen übersiedelte. Das Theater von Epidauros zählte zweifellos zu den Highlights dieser Fahrt, die nach kurzem Aufenthalt in Korinth schließlich in Athen gipfelte. Hier lernten die Schüler die zahlreichen Facetten einer südeuropäischen Metropole der Gegenwart und Vergangenheit kennen: Akropolis, Agora und Nationalmuseum vervollständigten die gewonnenen Eindrücke. Die weniger glanzvollen Seiten der Millionenstadt allerdings konnte ein Sonnenuntergang bei Kap Sounion in milderem Licht erscheinen lassen.

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 Die RSG - Gruppe in der byzantinischen Ruinenstadt Mystras (Pressefoto: Berno Secknus)

 

 

Studienfahrt nach Griechenland 2009

Griechenlandfahrt 2009

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Die Schumanisten in Delphi (Pressefoto: Diana Lohmer)

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Die Schumanisten auf der Festung Palamidi in Nafplion

(Pressefotos: Diana Lohmer)

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