Besondere Aktivitäten

Antike (be)greifen 2020 

Die antike Kultur hat bis heute nichts von ihrer Aktualität und Attraktivität eingebüßt. Dies bewies der unterhaltsame Nachmittag, den die Fachschaft Griechisch für die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe organisiert hatte, eindrucksvoll. Dabei konnten die Siebtklässler das Fach Griechisch auf vielerlei Weise „begreifen“ und besser kennenlernen.

Zu Beginn konnten sie dem lebendigen Vortrag von Lehrer Wolfram Steininger lauschen, der eine kurze Episode aus der Odyssee vortrug. Mit seiner fast szenischen Umsetzung der berühmten Episode, in der der Held durch die Blendung des grausigen Zyklopen Polyphem sich und seine Gefährten rettete, faszinierte er das Publikum. Mit dieser spannenden antiken Lektüre führte er die Schülerinnen und Schülern in die Thematik des Faches ein.

Nach dieser Einstimmung durften die Schülerinnen und Schüler an vielen Stationen selbstständig Fühlung mit dieser antiken Fremdsprache aufnehmen. Zunächst konnten sie die Schrift besser kennenlernen. Da unsere lateinische Schrift auf das griechische Alphabet zurückgeht, bereitet dies keinerlei Schwierigkeiten. So wurden zunächst Papyri beschrieben, griechische Wörter entschlüsselt und sogar „antike“ Tonscherben untersucht. Auch bereitete es den Jugendlichen Freude, nachprüfen, welche Vornamen aus dem Griechischen stammen oder welche Weisheiten auf griechische Denker zurückgehen. Ebenso waren sie erstaunt über die vielen griechischen Wörter, die wir täglich nutzen, ohne ihren Ursprung zu hinterfragen. Wer hätte gedacht, dass der „Teufel“, der „Zoo“ oder auch die beim Frühstück genossene Marmelade aus „Kirsche“ aus der Sprache der antiken Gelehrten übernommen ist?

Doch es geht nicht „nur“ um das reine Erlernen der antiken Weltsprache, denn das Fach Griechisch bietet einen umfassenden Zugang zu den Wurzeln der europäischen Kultur. Dies stellten den Schülerinnen und Schülern die besten Experten vor – nämlich die Schülerinnen und Schüler der Q12, die sich sogar nach dem Erhalt des Graecums dazu entschlossen hatten, das Fach in der Oberstufe zu belegen. Sie haben es nicht bereut, „ihr“ Fach gewählt zu haben, und können es daher nur wärmstens empfehlen.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten sich die Schülerinnen und Schüler noch  kulinarisch stärken. Dazu hatte Fachbetreuerin Diana Lohmer-Lößl zahlreiche landesübliche Spezialitäten zusammen mit den Griechischschülern persönlich zubereitet. Zudem zeigt das große Engagement den besonderen Zusammenhalt der „Griechen“ untereinander – Lehrer und Schüler sind eine gut abgestimmte kleine „Sprachfamilie“.