„Vielleicht sind wir klein und sanierungsreif, aber  sicher immer für dich da!“ Augenzwinkernd, aber mit einer klaren Zusage an die neuen Schumanisten, so hat das RSG zum Tag der offenen Tür eingeladen. Und die Anzahl der Gäste, die diese Einladung angenommen haben, hat die Erwartungen der Veranstalter bei weitem übertroffen.

Die Schulfamilie hat sich am RSG und ebenso im Übergangsquartier, der ehemaligen Gerhardinger Realschule, den jungen Interessenten und deren Eltern gemäß dem Schulmotto „Gemeinschaft leben - Welten verstehen - Zukunft gestalten“ eindrucksvoll präsentiert.

So gaben gleich zu Beginn Schülerinnen des Geigenensembles unterstützt von Musiklehrer Florian Simeth am Klavier und anschließend Alina Stuiber an der Gitarre den Ton an und hießen die Gäste musikalisch willkommen. Umrahmt von diesen Darbietungen begrüßte Schulleiterin Angela Schöllhorn die Grundschüler und deren Eltern, bevor einige Fünftklässler von ihren ersten Monaten am RSG berichteten. Sie lobten das herzliche Schulklima, das ihnen den Start an der neuen Schule und die Bewältigung der neuen Aufgaben leicht gemacht habe. Vor allem durch die tatkräftige Unterstützung von Tutoren und Lehrkräften sei es ihnen gelungen, sich in kurzer Zeit gut einzugewöhnen und rundum wohlzufühlen. Durch zahlreiche Aktionen wie den Kennenlerntag oder eine Halloweenparty seien sie schnell Teil der Schulfamilie geworden.

Schulleiterin Angela Schöllhorn stellten den Eltern das Unterrichtskonzept des RSG vor: Neben der Vermittlung der gymnasialen Fähigkeiten und eines breiten Wissens legt das RSG besonderen Wert auf die Persönlichkeitsbildung in entspannter und angstfreier Atmosphäre – der Schüler steht dabei stets im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Gemäß ihren jeweiligen Neigungen können die Schülerinnen und Schüler eine individuell auf sie abgestimmte Förderung erhalten, sei es in der Bläser- oder Chorklasse, der Theaterklasse oder der Streicherklasse, die in enger Zusammenarbeit mit der Landkreismusikschule eingerichtet wird. Eine musikalische Kostprobe zum Klang eines Streichquartetts gaben die Lehrer der Landkreismusikschule gerne und erläuterten dabei auch kindgerecht die Unterschiede zwischen den „kleinen und großen Geigen“.

Auch das inzwischen gut etablierte Bewegungskonzept ist typisch für das RSG. Längst ist erwiesen, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns durch Bewegung optimiert werden kann. Im Unterricht der fünften Klasse werden deshalb Bewegungselemente gezielt eingesetzt. Dadurch werden die Konzentration und die Motivation der Schülerinnen und Schüler gesteigert und so letztlich der Lernfortschritt gefördert. Dieser ganzheitliche Ansatz wurde durch die zuständige Fachkraft Marion Hör und die Fachlehrer an verschiedenen Praxisbeispielen für die Fächer Latein und Mathematik demonstriert.

Auch die Vielfalt der Ausbildungsrichtungen ist am RSG etwas ganz Besonderes. Bereits die Möglichkeit, Latein oder Englisch in der 5. Klasse als erste Fremdsprache zu wählen, kommt den Kindern entgegen. Bei den Fachschaften Latein und Griechisch berieten die Lehrkräfte die anwesenden Eltern dahingehend, während die Jüngsten direkt in die Welt der Antike eintauchen, ein Mosaik selbst gestalteten und das Diplom eines römischen Bürgers erhalten konnten – natürlich mit einem Passfoto in der schicken Mode der Zeit.

Ein breites Wahlangebot, das allen Interessen gerecht wird, bietet das RSG den Schülern in der Mittelstufe. Hier kann Französisch im sprachlichen Zweig gewählt werden, Griechisch im humanistischen oder Wirtschaft- und Recht im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig, der auch die Fächer Wirtschaftsinformatik sowie Politik und Gesellschaft umfasst. Zudem kann Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache erlernt werden.

Neben den modernen Fremdsprachen präsentierte sich auch insbesondere der beliebte wirtschaftswissenschaftliche Zweig den Eltern und Schülern als „einmalig und vielfältig“. Denn diesen äußerst lebensnahen und sehr praxisbezogenen Zweig gibt es nur am RSG. Wenn auch die Wahl erst in der 7. Klasse stattfindet, so hat die Fachschaft Wirtschaft- und Recht auch schon für die zukünftigen 5. Klässler einiges zu bieten: Das Projekt „Netzgänger“ wird jedes Jahr in allen 5. Klassen durchgeführt. Hier werden die jüngsten Schumanisten auf Gefahren im Netz aufmerksam gemacht und auf einen sinnvollen Umgang mit digitalen Medien vorbereitet.

Noch viele weitere Informationen und Attraktionen hatten die einzelnen Fachschaften mit Hilfe zahlreicher Schülerinnen und Schüler vorbereitet: Die Besucher zeigten großes Interesse an den ausgestellten Phänomenen im Bereich der Naturwissenschaften und an den kreativen Aufgaben der Gesellschaftswissenschaften Geographie und Geschichte. Einen Drachen zum Leben erwecken, das war die Herausforderung bei der Fachschaft Deutsch. Großer Andrang herrschte auch bei den modernen Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch.  

Hightech kam im Umgang mit Lego-Robotern und einem hochmodernen 3D-Drucker in der Elektronik-Werkstatt zum Einsatz. Die bestens ausgestatteten Computerräume boten ersten Kontakt mit Programmiersprachen und Textverarbeitung.

Ein Kernpunkt des Nachmittags war ein jeweils 20-minütiger Schnupperunterricht in den Fächern Latein und Englisch. Dabei konnten die Gäste einen ersten Vorgeschmack vom lebendigen Unterricht in diesen Fächern gewinnen und schon einige Lehrer kennen lernen.

In der Sporthalle wartete eine Bewegungslandschaft, zudem zeigten die Turnerinnen in einer atemberaubenden Show die im Stützpunkt Gerätturnen geleistete Arbeit. Auch der Stützpunkt Basketball präsentierte sich mit Spielstationen. Eine heiße Showtanzeinlage präsentierte das Wahlfach „Modern Dance“.

Die Fachschaft Musik mit musikalischen Improvisationen und die Fachschaft Kunst mit einem Malworkshop komplettierten das facettenreiche Bild der Schule.

Wer einmal eine Verschnaufpause von all diesen Attraktionen brauchte, durfte sich über eine Bratwurstsemmel gegrillt von den Schülern des Lateinkurses oder leckere Kuchen im Bistro „Chez Robert“ freuen, das von der SMV betrieben wurde. Im Schulgarten war für jeden Erholungssuchenden ein Platz an der Sonne frei. Hier repräsentierte ein Osterbasar zugunsten der Ukrainehilfe das soziale Engagement der Schule.

Während des gesamten Nachmittags bestand auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Ganztagsklassen zu besichtigen und sich über die Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten zu informieren. Das Team der offenen Ganztagsschule wies dabei auf den zusätzlichen Informationsnachmittag mit Elterncafé am 28.4. ab 14 Uhr hin.

Der Höhepunkt des Nachmittags war aber sicherlich die Fahrt mit dem Oldtimerbus zur ehemaligen GRS, in das Übergangsquartier des RSG, in der Innenstadt von Cham. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Eltern eine Schulführung und staunten über das helle und freundliche Gebäude. Sie durften ihre künftigen Klassenzimmer besichtigen und erhielten Einblicke in das Bewegungs- und das Coaching Konzept sowie in das Projekt „Schüler helfen Schülern“.

Hier stellten sich auch die Theaterklasse und die Bläserklasse mit einer kleinen Kostprobe vor. Lukas Kachelmeier begrüßte mit dem imposanten Klang seiner Trompete die kleinen und großen Gäste von der Empore. „Dieses Schulhaus ist ja noch viel schöner, als das alte RSG“, meinte Felix begeistert, während er mit seinen Eltern den Gerhardingersaal bestaunte. Dass dieses Übergangsquartier während der Generalsanierung für die Schülerinnen und Schüler ideal sei, war die einhellige Meinung der Besucher. Recht hatte auch Laura, der sofort auffiel: „Hier sind wir 5. Klässler wenigstens nicht die einzigen, die neu sind!“

Während der gesamten Veranstaltung standen die Mitglieder der Schulleitung um Direktorin Angela Schöllhorn sowie der Elternbeirat für individuelle Fragen zur Verfügung.

Weitere Fragen rund um das RSG werden jederzeit telefonisch unter der Nummer 09971/858050 beantwortet. Außerdem können unter dieser Nummer zusätzliche Schulhausführungen gebucht werden. Interessierte Eltern können sich aber auch auf der neuen Übertrittsseite im Internet informieren: www.rsg-anmelden.de

Wer im kommenden Schuljahr übertreten will und sich für das Robert-Schuman-Gymnasium entscheidet, kann sich im Zeitraum vom 9. bis 13. Mai 2022, täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr, im Sekretariat anmelden. Der Probeunterricht findet heuer vom 17. bis 19. Mai 2022 zentral am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium statt.