Ein deutsch-tschechischer Vorlesetag für die 5. Klassen hätte es werden sollen, gemeinsam mit MdL Jürgen Mistol und der Fachschaft Tschechisch am RSG. Sehr gespannt war man auf diese Premiere. Und dann: abgesagt, coronabedingt verschoben auf das Frühjahr 2022.
Damit wollten die Organisatoren des Vorlesetags sich aber nicht zufriedengeben, zumal die Enttäuschung bei den 5. Klässlern groß war.
So sprang kurzerhand Schulleiterin Angela Schöllhorn höchstpersönlich ein. Auch Organisatorin Susanne Frisch und Theatermacher Wolfram Steininger ließen sich nicht lange bitten. So entstand schnell ein buntes Ersatzprogramm.
Klassenweise durften die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen am Robert-Schuman-Gymnasium dann allerlei Geschichten lauschen.
Den Startschuss gaben Frisch und Steininger, die mit verteilten Rollen den Bilderbuch-Klassiker „Der Grüffelo“ vorlasen und so die selbstbewusste Maus und all die Tiere, die ihr begegnen, lebendig werden ließen.
Lustig wurde es, als Angela Schöllhorn mit viel schauspielerischem Talent aus dem Buch „Ella in der Schule“ ein Kapitel über die kleinen und großen Pannen einer Klassenfahrt vortrug.
Gespannte Stille dagegen herrschte während Frischs Vortrag aus „Ronja Räubertochter“.   Höhepunkt der Lesung war sicherlich das Buch „Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär“. Hier kam Steininger als waschechter „Stollentroll“ richtig in Fahrt und nahm die Schülerinnen und Schüler mit in fantastische Welten.
Die Fünftklässler haben diese etwas andere Art des Unterrichts sichtlich genossen und tolle Buchtipps mit nach Hause nehmen können.
„Wie gut es tut, gemeinsam zu lachen, und dass Literatur hier auch ein Ventil sein kann, ist heute deutlich geworden“, meinte Schöllhorn. Sie lege großen Wert auf den persönlichen Kontakt zu ihren Schülern, insbesondere zu den Jüngsten, denen man mit dieser tollen Aktion sicherlich das Lesen nahebringen konnte.
Auch Organisatorin Susanne Frisch zeigte sich zufrieden mit dem Vorlesetag, auf dessen Fortsetzung im Frühjahr man gespannt sein darf.