Schumanist Julian Bösl auf dem Siegerpodest beim Landeswettbewerb Alte Sprachen

 

Mit besonderem Stolz schauen Schulleiter Günter Habel, Lateinfachbetreuerin Diana Lohmer-Lößl und Fachlehrer Wolfram Steininger auf Julian Bösl. Ruhig und bescheiden nimmt der junge Mann die gute Nachricht entgegen, die ihm bescheinigt, dass er zu den drei besten altsprachlichen Schülern Bayerns gehört, die sich im laufenden Wettbewerbsjahr den wie immer harten Bedingungen des Landeswettbewerbs Alte Sprachen gestellt haben. Dieser wird von der Elisabeth-J.-Saal-Stiftung und der Eleonora-Schamberger-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst alljährlich ausgetragen.

Bereits im Februar 2016 war die erste Runde zu bestehen: die Übersetzung eines lateinischen Textes, dessen hoher Schwierigkeitsgrad, gepaart mit kniffligen Zusatzfragen, bei mehr als tausend Teilnehmern die besten fünfzig herauskristallisieren soll, stand auf dem Programm. In der zweiten Runde folgte im Oktober ein weiterer zentraler Test, bei dem es einen lateinischen oder griechischen Text zu interpretieren und anhand einer kreativen Aufgabenstellung zu durchdringen galt.

War es bereits für die Fachschaft Latein und Griechisch eine besondere Freude, dass Julian Bösl unter den Top Ten gelandet ist, so ist der Erfolg, im Finale das Siegerpodest erklommen zu haben, kaum mehr in Worte zu fassen. Hier musste er sich in einem Colloquium mit Vertretern der Universitäten und des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bewähren. Vonseiten des Ministeriums wurde Julian bescheinigt, „über die drei Runden des Landeswettbewerbs hinweg herausragendes Engagement, Eigeninitiative sowie Durchhaltevermögen bewiesen“ zu haben.

Dieses Ergebnis ist aber auch eine Bestätigung für die motivierende und intensive Förderung der Lehrkräfte. Der Schüler zeigte bereits in den unteren Klassen eine besondere Begabung und besonderes Interesse für die Alten Sprachen und die antike Kultur. Folgerichtig hat er sich daher für den humanistischen Zweig am RSG mit dem Profilfach Altgriechisch entschieden und auch in der Oberstufe im W-Seminar Geschichte eine sehr gute Arbeit zur Propaganda in augusteischer Zeit verfasst!

Dennoch weist sein Berufsziel in eine andere, doch ohne die Antike nicht denkbare Richtung. Julian, der mit diesem Erfolg auch in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen werden wird, will in die Fußstapfen von Thales, Pythagoras und Archimedes treten und Physiker werden!