Zu einer Begegnung der Kulturen kam es am Robert-Schuman-Gymnasium Cham in. Auf Einladung von Schülerinnen der Klasse 9b besuchten Sr. Flavia Büglmeier und vier afrikanische Schwestern vom Orden der Missionsdominikanerinnen die Schule.

Nach einem Einblick in die Geschichte und die Aufgabengebiete des Klosters erklärte Sr. Flavia, die einst mit 18 Jahren dem Orden beigetreten war, den Schülern und Schülerinnen der Klassen 9a/b ihr persönliches Verständnis von Mission: „Mission ist da, wo ich bin.“ Verkündigung geschehe durch das eigene Lebenszeugnis. Dies gelte gerade in armen Ländern des afrikanischen Kontinents, wo sich die Schwestern v. a. in Schul- und Krankenhausprojekten engagieren.

Als drängendes Problem der Gegenwart wurde genannt, dass das Kloster Strahlfeld mit einem Altersdurchschnitt von 81,8 Jahren alleine nicht mehr für die Zukunft gerüstet ist. In Afrika hingegen treten junge Frauen dem Orden bei, die die zunächst von Strahlfeld aus initiierten Projekte – auch mit Unterstützung deutscher Stiftungen, am Leben erhalten und –weiter ausbauen.

Vier dieser Schwestern aus Kenia, Sambia und Simbabwe verbringen derzeit ein Jahr in Strahlfeld, um die deutsche Sprache zu erlernen, Gemeinschaftsdienst zu verrichten und sich geistlich weiterzubilden. Sie begrüßten die Schülerinnen und Schüler in ihren jeweiligen Landessprachen, sangen Lieder zur Trommel und luden zum Tanz ein. So wurde den Jugendlichen ein Eindruck vom afrikanischen Lebensgefühl vermittelt.

Sr. Flavia betonte die große Bedeutung der Ausbildung in Afrika, die für arme Familien durch das Schulgeld zusätzlich erschwert wird. Am Beispiel einer vom Orden geschaffenen „Barfußschule“ illustrierte sie die Notsituation der Kinder, die dort auch ohne Schuhe erscheinen dürfen. Die Schulspeisung sei für viele Kinder oft die einzige Mahlzeit am Tag.

Die Schwestern vom Kloster Strahlfeld sind für ihre Projekte auf Spenden angewiesen. Wer Interesse hat, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen, findet nähere Informationen im Internet z.B. unter www.kloster-strahlfeld.de.

Zum Abschluss überreichten Schülerinnen vorher eingesammelte Spendengelder und bedankten sich sehr herzlich für den Besuch.