Soll ich studieren oder eine Ausbildung beginnen und damit gleich ins Berufsleben starten? Das ist eine der zentralen Fragen, die sich den Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe stellt. Da es die Aufgabe des Gymnasiums ist den Schülerinnen und Schülern auch bei dieser schwierigen Entscheidung Hilfestellungen zu geben, durften sich die Elftklässler des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham vor Ort ein Bild vom Studieren machen und „Uni-Luft schnuppern“. Aus diesem Grund stattete die gesamte Q11 des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham in Begleitung der Lehrkräfte Markus Hartl und Dr. Paul Schrott der Uni Regensburg einen Besuch ab.

Tipps von einer erfahrenen Studentin für das künftige Uni-Leben

Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler durch eine Studentin mit den zentralen Anlaufstellen wie Hörsälen, Prüfungsamt oder der Mensa vertraut gemacht. Dabei erfuhren sie, dass die Uni-Regensburg, die eine klassische Campus-Uni ist, mittlerweile von 21.000 Studenten frequentiert wird. Ein weiterer zentraler Anlaufpunkt ist natürlich die Bibliothek. Damit die Schumanistinnen und Schumanisten schon jetzt den Service dieser Einrichtung nutzen können, ließen sich viele vor Ort einen Bibliotheksausweis ausstellen. Damit haben sie nun Zugriff auf die 3,6 Millionen Medien aller Art – Bücher, Zeitschriften, Filme, e-Books etc. Das ist ein unschätzbarer Vorteil für die Schülerinnen und Schüler, die ja bereits im nächsten Jahr im Rahmen des wissenschaftspropädeutischen Seminars eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen müssen.

 

Chamer unter sich und unter Büchern – eine Führung durch das Philosophicum

Wie aber findet man in dieser gigantischen Menge genau das eine dringend benötigte Buch? Ganz einfach: mit System! In die Tricks und Kniffe dieses Systems mit dem Namen OPAC (Online Public Access Catalogue) wurden die Schülerinnen und Schüler durch das fachkundige Bibliotheksteam eingeführt. Sie erfuhren, dass die Suche, Bestellung, Verlängerung der Medien komplett kostenfrei ist – nur die Überschreitung der Ausleihfrist ist mit Kosten verbunden! Auch ist es kein Problem aus ganz Bayern Titel zu beziehen. Der bayerische Bibliotheksverbund macht`s möglich! Außerdem wurden die Schülerinnen und Schüler von der waschechten Schumanistin Claudia Zwicknagl aus dem Regensburger Bibliotheksteam durch die Lesesäle und Magazine der gigantischen Bibliothek geführt.

Nachdem auf diese Weise Fühlung zur Universität als Ort aufgenommen worden war, nahm sich Diplom-Pädagoge Benno Jirschik von der Zentralen Studienberatung Zeit, um den Jugendlichen mögliche hilfreiche Kriterien für die eigene Studien- und Berufswahl zu geben. So seien nicht nur die eigenen Interessen und das anvisierte Berufsfeld zu beachten, sondern man müsse zudem die eigenen Kompetenzen, die genauen Modalitäten des Studiums und natürlich auch den Studienort selbst miteinkalkulieren. Denn jede Fakultät setze eigene Schwerpunkte in Forschung und Lehre, sodass je nach Studienort unter einem Fach etwas Anderes zu verstehen sei. Dennoch wusste Herr Jirschik zu beruhigen: „Man muss keine Angst haben, dass es nur ein einziges richtiges Studienfach oder einen einzigen richtigen Studienort für eine Person gibt. Die meisten Menschen könnten gemäß ihren Interessen durchaus mehrere Studienrichtungen erfolgreich einschlagen.“

Schumanistinnen und Schumanisten im Hörsaal bei einer Vorlesung

Um die Fülle an Informationen etwas verdauen zu können, ging es danach zunächst in die wohlverdiente Mittagspause. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler in der Mensa ganz als Studenten fühlen, bevor sie am Nachmittag – je nach Interesse – eine Vorlesung ihrer Wahl besuchen und so auch in den studentischen Alltag eintauchen konnten. Hier wurden die unterschiedlichsten Themenfelder gehört – von Wirtschaft über Geschichte bis hin zu einer Vorlesung in griechischer Philologie! Oftmals zeigte sich, dass die Schumanistinnen und Schumanisten schon jetzt – zwei Jahre vor Studienbeginn – über ausreichende Vorkenntnisse verfügten, um den z.T. komplexen Themenstellungen bereits folgen zu können.

Damit war das Ende des reichhaltigen Tagesprogramms erreicht und die Zeit für die Rückfahrt nach Cham war für die Schumanisten gekommen. Aber viele werden wiederkehren – sei es für die Recherche von Literatur für die Seminararbeit oder in ein paar Jahren zum Studium!