Das Robert-Schuman-Gymnasium fördert seit vielen Jahren gezielt den Imkernachwuchs

 

„Es ist eine Freude, zu sehen, mit welcher Leidenschaft die Kinder bei der Sache sind“, meint Gregor Raab vom Robert-Schuman-Gymnasium Cham. In den vergangenen Monaten lernten seine Schüler jeden Donnerstagnachmittag im Wahlfach „Imkern“ den richtigen Umgang mit Honigbienen. Der Biologielehrer führte sie unter anderem in die Königinnenzucht, in die Varroa-Behandlung, die Pflege der Wirtschaftsvölker und die Honigernte ein. „Wir haben viel Wert auf Praxisarbeit an den Bienenvölkern im Schulgarten gelegt“, berichtet Raab, der zusammen mit den Schülern auch jeder Menge Honig aus den schuleigenen Völkern holte. Kürzlich legten die Jungimker beim staatlichen Bienenbeauftragten Werner Zwillich auch ihre Prüfungen ab. Die Urkunden bescheinigen ihnen, dass sie nun auch offiziell zertifizierte Imker sind. Deswegen haben einige Kinder seit einigen Wochen auch ein eigenes von der Schule gestiftetes Bienenvolk daheim in ihrem Garten stehen. „Das Imkern macht mir sehr viel Spaß und die Bienen fühlen sich bei mir wohl“, sagt die 11-jährige Anna Mayer aus Runding. „Es ist schön, den Bienen bei der Arbeit zuzusehen“, fügt ihre Mitschülerin Maja Reiner noch hinzu. Damit die angehenden Imker auch nach der Ausbildung nicht auf sich allein gestellt sind, erhalten alle Teilnehmer noch von den örtlichen Imkervereinen einen Bienenpaten, der ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht. So kümmert sich künftig Wolfram Friedl vom Bienenzuchtverein Waffenbrunn um die Betreuung von Anna Mayer. „Wir brauchen solche Jungimker, damit sich auch in Zukunft noch genügend Bienen gibt“, sagt Friedl, der deswegen gerne auf die Anfrage reagierte.

Bienenpate Wolfgang Friedl mit Maja Reiner, Anna Mayer und Biologielehrer Gregor Raab (v.l.)