Fußball lernt man im Fußballverein, Musik in der Musikschule – aber wo lernt ein Kind „Technik“?

 

Um den technischen Nachwuchs zu fördern und in für Technik zu begeistern wurde auch heuer wieder am Robert-Schuman Gymnasium das Projekt „Schüler entdecken Technik“ realisiert. Ziel des Kurses, den der Deggendorfer Verein „Technik für Kinder e.V.“ (TfK) zusammen mit der Firma Ensinger organisiert und durchgeführt hatte, war es, Mädchen und Jungen frühzeitig mit Technik und Handwerk vertraut zu machen und ihnen so berufliche Möglichkeiten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz MINT) zu erschließen. Das RSG als MINT-freundliche Schule bietet mit dem SET- Kurs hierfür das optimale Forum, weshalb sich Schulleiter Günter Habel und die betreuende Lehrerin Corinna Maierhofer besonders darüber freuen, dass das Projekt wieder sehr gut von den Schülern und – entgegen des allgemeines Klischees – v.a. von Schülerinnen gut angenommen wurde.

Die Azubis der Firma Ensinger unterstützen die kleinen „Ingenieure“ tatkräftig

So löteten und konstruierten 18 Nachwuchstechnikerinnen und Nachwuchstechniker aus der 5. und 6. Jahrgangsstufe sechs Wochen lang freiwillig einmal wöchentlich nachmittags technische Geräte wie eine LED-Taschenlampe, eine elektrische Sirene oder einen Wechselblinker. Angesagt war „Selbermachen“. Unterstützt wurden die Miniingenieure dabei jedoch von Azubis  der Firma Ensinger, die ihnen mit Rat und Tat unterstützend zur Seite standen. Die Auszubildenden konnten so einmal die umgekehrte Situation erleben und ihr Wissen weitergeben. Sie begleiteten die kleinen Forscher durch die verschiedenen Projektphasen und ermöglichten ihnen damit Einblicke in technische Berufe.

Die TfK-Botschafterin Susanne Freudenstein gab den Schumanisten wertvolle Tipps

Die Schülerinnen und Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache und zeigten sich durchwegs begeistert von dem interessanten und spannenden Kursprogramm. Manche von ihnen bauten beispielsweise die technischen Geräte in der heimischen Werkstatt fertig, weil sie es bis zum nächsten Kurstag nicht mehr erwarten konnten. Am Ende des Projekts durften die Schülerinnen und Schüler ihre Apparaturen nicht nur behalten, sondern nahmen auch mit Stolz ihre Urkunde entgegen.

Bei dieser Resonanz dürfte das RSG in Kooperation mit der Firma Ensinger und dem Verein „Technik für Kinder e.V.“ vermutlich auch im nächsten Schuljahr als Lernort für Technik fungieren.