„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ – gemäß diesen besinnlichen Zeilen des bekannten Kirchenliedes hat die Schulfamilie des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham am Abend des 20. Dezember 2016 die Tore und Herzen weit geöffnet und zum Weihnachtskonzert in der Turnhalle geladen. Sehr viele waren gekommen – Schüler, Lehrer und Eltern. Bereits am Nachmittag vor dem Konzert war das Schulgelände für Gäste geöffnet. Denn die Schumanisten hatten in diesem Jahr bereits zum dritten Mal einen festlichen Weihnachtsmarkt auf dem Lehrerparkplatz veranstaltet. Alle Klassen hatten sich mit einem eigenen Stand beteiligt und trotz der eisigen Temperaturen viele Besucher mit allerlei selbstgemachten Leckereien zum Genießen und Verweilen angelockt. So wurden bereits die Stunden der Abenddämmerung in ein weihnachtliches Flair getaucht.

Als die Sporthalle bereits bis auf den letzten Platz gefüllt war, begrüßte Musiklehrer Florian Simeth die Gäste und auch Schulleiter Günter Habel sprach ein kurzes Begrüßungswort, bevor die Moderation des Abends in die Hände von Lea Baltes und Ruth Kastner (beide 8. Klasse) überging. Die beiden führten durch das von Leiter Florian Simeth erstellte Programm, das die ganze Palette der am RSG geleisteten musikalischen Arbeit aufzeigen sollte.

Der musikalische Auftakt lag in den Händen der Bläserklassen 5 und 6. Diese setzten unter der Leitung von Roland Polzer weihnachtliche Klassiker wie „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Jingle Bells“ oder „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ gekonnt um. Dabei haben die Fünftklässler erst seit wenigen Wochen zu ihren neuen Instrumenten Fühlung aufgenommen!

Sodann ließ ein Chor der 6. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Ewa Podwika den „Stern über Bethlehem“ leuchten. Im Anschluss spielten Verena Wagner und Laura Steffl die „erste Geige“, während sich Musiklehrer Frantisek Rezac beim „L` Estro armonico“ mit der Rolle der „zweiten Geige“ begnügte. Die einfühlsamen Geigenklänge wurden von Gast Wiebke Luft am Klavier begleitet.

Dann folgte die von Beate Amberger betreute Theatergruppe der 7. und 8. Jahrgangsstufe mit einer engelsgleichen szenisch-musikalischen Umsetzung des Liedes „Vom Himmel hoch da komm ich her“, bevor die Oberstufe solistisch in Erscheinung trat.

Moritz Elgner und Tanja Peinelt verzauberten das Publikum mit „Hero“ und „Heal the world“.

Zum Ende der ersten Konzerthälfte heizten die Big-Band und der Oberstufenchor unter der Leitung von Florian Simeth mit Hits wie „Feliz Navidad“ und „White Christmas“ mächtig ein, bevor die Gäste in die Pause entlassen wurden. Vor der Turnhalle hatte die SMV wieder einen Verkauf von heißen Getränken und kleinen Stärkungen organisiert, um auch für das leibliche Wohl der Schulfamilie zu sorgen.

Der zweite Teil des Konzertes begann mit einem von Studienreferendarin Anne Joha einstudierten und musikalisch von Valeria de Pascalis untermalten Schattentheater der Mädchen aus der Klasse 5d. Dann trat Valeria de Pascalis als Solistin in Erscheinung und präsentierte am Klavier die Jazz-Etüde „Save the best“ passend zum Titel in Bestform.

  

Das Klarinettenquartett (Ramona Schulz, Julia Weber, Verena Kachelmeier und Florian Simeth) schlug mit dem „Ave Maria“, „Still, still, still“ und „Let it snow“ besinnliche Töne an. Die Heilige Nacht war auch Thema des von Bernadette Heimerl und Susanna Pangerl (beide Q12) dargebotenen „Es wird scho glei dumpa“.

Danach spielte das von Martin Trosbach dirigierte Schulorchester die Pastoralsinfonia aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach, wobei Laura Steffl, Ann-Sophie Kienzer und Eva Laußer solistische Glanzpunkte setzten. Das Schulorchester schloss daraufhin den „Engel des Herrn“ an und begeisterte zudem durch „Lieb Nachtigall wach auf“ und „Farandole“.

Dann leiteten die von Susanne Trosbach unterrichteten Solosängerinnen zusammen mit dem Orchester mit „Mister Sandman“ das Ende des Konzertes ein. Dabei trat Mathematiklehrer Markus Hartl als „Sandmann“ auf und versuchte auftragsgemäß dem Publikum Sand in die Augen zu streuen, um es in einen vorweihnachtlichen Schlummer zu versetzen. Dieses Unternehmen war aber zum Scheitern bestimmt, denn es folgte der furiose weihnachtliche Abschluss des Konzertes – das Tutti aller am Konzert Mitwirkenden!

Diese rückten mit „Macht hoch die Tür“ noch einmal die weihnachtliche Botschaft des Abends in den Vordergrund und forderten das Auditorium auf, in den Gesang einzustimmen. So bildete der Chor der gesamten Schulfamilie den letzten einer Reihe von musikalischen Glanzpunkten an diesem Abend.

Nach diesen Klängen öffneten sich erneut die Tore und Schulleiter Günter Habel entließ die gesamte Schulfamilie mit einem weihnachtlichen Leuchten auf den Gesichtern in die kalte Dezembernacht, nicht ohne zuvor allen Aktiven, besonders aber der Fachschaft Musik, für ihr Engagement gedankt und allen ein Frohes Fest gewünscht zu haben.