RSG-Schüler belegen in Ludwigshafen beim Nationalen Jungimkerwettbewerb den 4. Platz

 

Welche Temperatur ist für den Kristallisationsprozess des Honigs optimal? Was ist Honigtau? Welche Drüse ist bei der Pflegebiene besonders ausgebildet? Das waren nur drei von 27 schwierigen Fragen, die junge Imkerinnen und Imker kürzlich beim Nationalen Jungimkerwettbewerb in Ludwigshafen in der theoretischen Prüfung lösen mussten. Unter ihnen waren auch Maria Kienberger, Andreas Plattner und Florian Gebhard vom Robert-Schuman-Gymnasium Cham, die als Vertreter des Bayerischen Imkerbundes an den Start gingen. Sie hatten sich als Sieger des bayerischen Vorentscheids für die Meisterschaft qualifiziert. Als gastgebender Landesverband hatte in diesem Jahr der Imkerverband Rheinland-Pfalz den Wettbewerb vorbereitet, der sich aus einem praktischen Teil mit sieben Stationen und der theoretischen Prüfung zusammensetzte. In der Praxis mussten die Gruppen, die jeweils aus drei Teilnehmern bestanden, beispielsweise Bienenweidepflanzen oder Imkergeräte erkennen. Auch ein Rähmchen, auf dem die Bienen ihre Waben bauen, musste eigenständig aus Holz hergestellt werden. Das Gießen von Mittelwänden aus Bienenwachs für diese Rähmchen stellte für viele der Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung dar. Am Bienenvolk mussten die Mädchen und Jungen den Zustand des Volkes begutachten, die Königin erkennen und Drohnen zeichnen. Sechs Völker hatte der örtliche Imkerverein im Ebertpark aufgestellt, damit die jungen Imker ihr Wissen unter Beweis stellen konnten. Verschiedene der anspruchsvollen Aufgaben mussten allein, andere in der Gruppe gelöst werden. Bei den unterschiedlichen Disziplinen schlugen sich die drei Vertreter vom Robert-Schuman-Gymnasium hervorragend. In vielen Bereichen lagen sie mit dem späteren Gewinnerteam aus Baden-Württemberg gleichauf, stellenweise waren sie sogar besser. Lediglich das Bestimmen von Honigsorten anhand ihres Geschmacks bereitete den drei Jungimkern Schwierigkeiten. Der dadurch erlittene Punktverlust war aber dermaßen gravierend, dass sie letztendlich in der Gesamtwertung bis auf den vierten Platz abrutschten. Der Vorsitzende des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz, Klaus Eisele, lobte die Chamer bei der Siegerehrung für ihre herausragenden Ergebnisse und die Disziplin, mit der sie beim Wettbewerb gearbeitet hatten. Besonders erfreulich: Unter allen Teilnehmern erreichte Florian Gebhard im Hinblick auf die gesammelten Einzelpunkte den Höchstwert. „Es war eine tolle Erfahrung, sich mit den besten Jungimkern Deutschlands messen zu dürfen. Wir sind stolz auf unsere Leistung, auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat. Die Bayerische Meisterschaft kann uns keiner mehr nehmen“, meinte Biologielehrer Gregor Raab. Schulleiter Günter Habel freute sich über die Leistung seiner Schüler und gratulierte ihnen zum Erfolg.