Im Zusammenhang mit der Anne-Frank-Ausstellung berichtete Stadtarchivar Timo Bullemer über das jüdische Leben in Cham. In der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde dort eine jüdische Kultusgemeinde gegründet, die den ehemaligen Gerhardingersaal, heute Aula des Robert-Schuman-Gymnasiums, bis zur Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten als Betsaal nutzte. Zum Bau einer geplanten Synagoge kam es zwar nie, jedoch wurde um 1880 in Windischbergerdorf ein jüdischer Friedhof eingerichtet, der bis heute genutzt wird. Dieser eigentlich für die Öffentlichkeit unzugängliche Ort wurde im Rahmen einer Führung mit Timo Bullemer, besichtigt.