Schüler und Lehrer sagten dem alten Gebäude „auf Wiedersehen“

Selbst der Himmel schien zu weinen: Die Schüler und Lehrer des Robert-Schuman-Gymnasiums nahmen am Freitag nicht nur von verdienten Personen, sondern auch von ihrem alten Schulgebäude Abschied. Schon Tage vor der Abschlussfeier lag etwas Wehmut in der Luft. Der stellvertretende Schulleiter Rudolf Zell bedankte sich zunächst auf dem Hartplatz vor der versammelten Schülerschaft bei den Teamlehrkräften Annika Arnold und Anne Meierhofer sowie den Referendaren Elisabeth Amberger und Moritz Lochner für deren enormes Engagement. Außerdem verabschiedete er Christiane Gößmann in den Ruhestand. „Mit ihr verliert die Schule eine herausragende Lehrerpersönlichkeit“, so Zell. Großer Dank galt auch dem langjährigen Hausmeister Günther Engl für seine zuverlässige Arbeit. Besonders emotional war anschließend der Auszug aus dem Altbau, der in den kommenden Jahren generalsaniert wird. Mit einer langen Polonaise über den Pausenhof und durch die Gänge des Hauses sagte die Schulfamilie dem RSG „auf Wiedersehen“. „Das ist schon ein außergewöhnlicher Moment, denn jeder verbindet viele positive Erinnerungen mit diesem Haus“, meinte Zell. So mischten sich unter die Regentropfen auch vereinzelt Tränen. Nach der bewegenden Verabschiedung zogen die Klassen gemeinsam in die Kirche Sankt Jakob, wo zum Schuljahresende mit Pater Renju und Pfarrer Stefan Nagel ein ökumenischer Dankgottesdienst stattfand. In den Zimmern der ehemaligen Gerhardinger Realschule erhielten die Schüler anschließend ihre Zeugnisse. Bei einem Rundgang konnten sie sich alle im neuen Schulhaus noch eine erste Orientierung verschaffen. Mit Blick auf die neuen Räumlichkeiten und der zentralen Lage des Gebäudes fiel den meisten der Abschiedsschmerz vom „alten RSG“ nicht mehr ganz so schwer.

Verabschiedungen am RSG: Dr. Tobias Hanauer, Annika Arnold, Anne Meierhofer, Elisabeth Amberger, Moritz Lochner, Christiane Gößmann, Günther Engl, Rudolf Zell (v.l.)