„Du bist der Neue? Kann ich Dir helfen?“ – Jeder, der diese Fragen gehört hat, weiß um ihre Bedeutung – denn gerade die Situation, in der man niemanden kennt und sich an das Neue gewöhnen muss, ist nicht einfach. Da ist die freundliche, offene Hand, die sich entgegenstreckt und Hilfe anbietet, viel wert!

Auch die Fünftklässler aus den verschiedenen Teilen des Landkreises, aus verschiedenen Schulen und Klassen erleben den ersten Tag am Gymnasium zunächst in dieser Lage. Doch die Verantwortlichen am Robert-Schuman-Gymnasium in Cham sind sich dieser Problematik bewusst und versuchen daher auf vielfältige Weise ihnen in den ersten gemeinsamen Tagen das Einleben in den neuen „Lebensraum“ Gymnasium zu erleichtern:   

So begrüßten Schulleiter Günter Habel und Stellvertreterin Angela Schöllhorn alle 65 Neuschumanisten persönlich mit Handschlag und überreichten dabei eine kleine Präsenttasche, die nützliche Dinge für den gelungenen Start am Gymnasium wie die hauseigene Trinkflasche, das RSG-Aufgabenheft und das RSG-Lexikon zum Nachblättern enthält!

Herzliche Begrüßungskultur – stellvertretende Schulleiterin Angela Schöllhorn begrüßt alle Neuschumanisten persönlich mit einem kleinen Präsent.

Dann übergab der Schulleiter die Jungen und Mädchen in die Obhut der drei Klassenleiter und der versierten Tutorenteams, die die „Neuen“ in den ersten Monaten begleiten und betreuen werden. Letztere sollen als Ansprechpartner aus der Schülerschaft die pädagogische Betreuung durch die Lehrkräfte ergänzen und bei Fragen und Problemen schnell und kompetent helfen. Gerade in den ersten Tagen und Wochen kommt dabei den Tutorinnen und Tutoren besondere Bedeutung zu. Denn auf diese Weise erfahren die Fünftklässler von Anfang an die offene Herzlichkeit im Umgang mit Schulleiter, Lehrern und Mitschülern und finden so ihren Platz in der (sc)humanistischen Schulfamilie.

Erfolgreiche Schnitzeljagd im Haus!

Doch bereits vor dem eigentlichen Schulstart konnten die Neuschumanisten in das Schulhaus hineinschnuppern. Denn Unterstufenbetreuer Wolfram Schiedermeier hatte am Sonntag vor Schulbeginn erstmals einen Schnuppernachmittag organisiert. Das Programm sah u.a. eine durch das Tutorenteam organisierte Schnitzeljagd durch das leere Schulhaus vor. Anschließend fanden die ersten Workshops statt. Die Schüler hatten bereits im Vorfeld aus einem breiten Angebot auswählen können: Theater, Musik, Schach, Kickern, Darts oder sportliche Aktivitäten wie Völkerball, Einradfahren und Fußball!

Danach konnten sich dann alle in einer halbstündigen Pause mit Wurstsemmeln, Butterbrezen, selbstgebackenen Kuchen sowie Muffins und Getränken stärken und die Mitschüler, Tutoren und anwesenden Lehrer besser kennenlernen. Schließlich stand noch die zweite Workshoprunde auf dem Programm, die von Frau Frisch, Herrn Stögbauer und den Tutoren mit viel Engagement geleitet wurde. In diesen vier Stunden mit Spaß und Spiel haben die Schülerinnen und Schüler viel über das Schuman als Haus, aber auch als Schulfamilie gelernt und sie waren bereits voller Vorfreude auf den eigentlichen Schulstart!

Herzlich Willkommen am RSG!

In den ersten Schultagen folgte dann als weiterer wichtiger Baustein der Einsatz des Erlebnispädagogen Franz Guggenberger. Seit einigen Jahren ist es gute Tradition, dass jede der fünften Klassen einen Schultag mit ihm auf der Chamer Luitpoldhöhe verbringt. Fernab des klassischen Unterrichts können die Schülerinnen und Schüler so ungezwungen ins Gespräch kommen und neue Freundschaften knüpfen.   

An einigen Spielen zeigte der Erlebnispädagoge die Bedeutung von gegenseitiger Rücksichtnahme, gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Toleranz. Die Mädchen und Jungen lernen, dass es wichtig ist, einander zuzuhören und sich abzusprechen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

Blindes Vertrauen

Daher waren die spielerischen Aufgaben, die Franz Guggenberger stellte, nicht nur sehr anregend, sondern stets nur gemeinschaftlich zu bewältigen. „Es ist wichtig, miteinander zu reden, aber auch aufeinander zu hören“, betonte Guggenberger immer wieder bei einer kurzen Besprechung im Teamkreis!

So ließ sich auch der Abschlusstest nur gemeinsam meistern. Denn es galt, einen Piratenschatz zu heben, der sich an einem unerreichbaren Ort – mitten im eiskalten Wasser des Kneipp-Beckens – befand. Trockenen Fußes konnte der reiche Gummibärchen-Hort aber nur erreicht werden, wenn alle kooperieren und es einem Klassenkameraden ermöglichen, den Hort zu sichern – ganz im Geiste des RSG-Mottos „Mit Kopf, Herz und Hand“ . Nicht nur aufgrund der reichen Gummibärchen-Beute war dieser Tag ein Gewinn für die jungen Schumanistinnen und Schumanisten, sondern das Erlebte war auch für ihre Integration in der neuen Klasse und an der neuen Schule maßgeblich und maßgebend!