Die Klasse 10c des Robert-Schuman-Gymnasiums besichtigte kürzlich mit Lehrer Gregor Raab die Kläranlage in Cham. Josef Mühlbauer gab dort den Schülern einen umfangreichen Einblick die technologischen und biologischen Abläufe. Zunächst wird bei der mechanischen Reinigung grober Schmutz aus dem Abwasser gesiebt. Im Sandfang setzen sich dann kleinere schwere Schmutzteilchen ab. Überdies werden im Fettfang unlösliche Stoffe abgetrennt. Im Vorklärbecken werden schwimmende Kleinteile abgesetzt. Danach fließt das Abwasser in biologische Reinigungsbecken. Dort verwerten Bakterien und andere Kleinlebewesen unter Luftzufuhr den gelösten Schmutz. Aus der Biomasse bilden sich Klumpen, die im Nachklärbecken auf den Boden absinken. Dieser Schlamm wird schließlich im Faulturm mithilfe von Mikroorganismen zu Methangas weiterverarbeitet, das von einem Generator zur Stromgewinnung genutzt wird. Der Fachmann informierte die Teilnehmer zudem über die problematische Entsorgung des anfallenden Klärschlamms. Er wies sie darauf hin, dass Wattestäbchen und Feuchttücher im Abwasser nichts verloren haben. Sie verstopfen die Kanalisation und können zu technischen Problemen führen.