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Das Leben der Chamer Stadtbevölkerung zur Zeit der Weltkriege – Eine Stadtführung von Schülern des Robert-Schuman-Gymnasiums

Das Projekt-Seminar Geschichte der Q11 des Robert-Schuman-Gymnasiums unter der Leitung von Lehrerin Beate Amberger hat im vergangenen Schuljahr eine Stadtführung  zum Thema „Das Leben der Chamer Stadtbevölkerung zur Zeit der Weltkriege“ entworfen. In der Präsentation der Projektarbeit führten die Schüler die Besucher in zehn verschiedenen Stationen durch die Chamer Innenstadt. Dabei stellten sie punktuell und sehr kreativ anhand kleiner Schauspiele, Vorträge oder nachgestellter Interviews die Geschichte Chams vom ersten Weltkrieg bis zum Ende des zweiten Weltkriegs vor.

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Die Natur ist der beste Erfinder

Vortrag und Experimente zum Thema Bionik begeistern Fünftklässler am Robert-Schuman-Gymnasium

 
Was haben die Erfinder des Hubschraubers, des Klettverschlusses und der Dachziegel mit Abperleffekt gemeinsam? Richtig – alle haben eine gute Beobachtungsgabe bewiesen, denn all diese Erfindungen entstammen im Grunde genommen nicht der Überlegung von Menschen, sondern sind der Natur abgeschaut.
Diese Erkenntnis konnten die Fünftklässler des Robert-Schuman-Gymnasiums kürzlich bei einem sehr interessanten Fachvortrag zum Thema Bionik, den Studierende der Fachhochschule Deggendorf in Zusammenarbeit mit der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) hielten, gewinnen. Bionik ist eine Disziplin der Ingenieurswissenschaften, die sich mit der Frage beschäftigt, wie man sich Phänomene aus der Natur zu Nutze machen kann, um neue technologische Entwicklungen zu realisieren.
So konnten die Jungforscher beispielsweise lernen, dass die Libelle das Vorbild für den Hubschrauber ist und der Gecko in der Lage ist, auf nahezu jedem Untergrund zu klettern. Mit seinen unzähligen Härchen an den Zehen gelingt es ihm, auch auf glatten Oberflächen Halt zu gewinnen und senkrecht nach oben zu laufen. Aber gelänge es ihm auch auf den Blättern der Lotuspflanze, von denen ja bekanntlich alles abperlt und die damit das Vorbild für selbstreinigende Dachziegel und Fensterscheiben bis hin zu Brillengläsern ist? Die Antwort ist: Nein,  dadurch, dass die Oberfläche der Lotusblätter so extrem uneben ist, dass die Haftung schon wieder aufgehoben wird, bekäme selbst ein Spezialist wie der Gecko mit dieser Pflanze Probleme.
Damit es aber nicht bei der Theorie blieb, hatten die Referenten auch einige Versuche mitgebracht, bei denen die Schülerinnen und Schüler selbst gefragt waren. So konnten sie die Gemeinsamkeiten zwischen Klette und Klettverschluss unter dem Mikroskop untersuchen und den Lotus-Effekt selbst herstellen und ausprobieren. Dabei wurde eine Glasplatte über eine Kerze gehalten, sodass sich Ruß ablagern konnte und die Unebenheiten der Lotuspflanze nachgestellt wurden.  
Ziel des Programms der IJF ist die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Pädagogik, um die Schülerinnen und Schüler offen für diese Disziplin zu machen und so vielleicht künftige Studierende in diesem Bereich zu gewinnen. Das Robert-Schuman-Gymnasium als MINT-freundliche Schule weiß diese Verbindung mit der Praxis zu schätzen und freute sich über die Begeisterung der Jungforscherinnen und –forscher. 
 

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Einblick in die Welt der Reptilien mit Peter Niebergall

Reptilienexperte Peter Niebergall hat den Schülern der 6. Jahrgangstufe einen Einblick in die faszinierende Welt dieser einzigartigen Wirbeltiergruppe gegeben. Menschen begegnen Reptilien stets mit einer eigenartigen Mischung aus Neugier, Faszination und Furcht. Während ein grün gefärbtes Zauneidechsen-Männchen in Balztracht dem Beobachter meistens Freude bereitet, erschrecken viele beim Anblick einer harmlosen Blindschleiche. Dieser gefühlsmäßige Zwiespalt kann durch eine nüchterne naturwissenschaftliche Betrachtung schnell gemildert werden. „Viele unserer Vorurteile gegenüber Reptilien sind unbegründet und vor allem auf unsere Unwissenheit über ihre Lebensweise und Bedeutung in der Natur zurückzuführen“, erklärte Niebergall bei seinem Vortrag über die heimischen Reptilien.
Der seit Jugendjahren von den Schlangen und Eidechsen faszinierte Experte warb mit beindruckenden Bildern für mehr Verständnis für diese ausgewöhnlichen Tiere. Der Bogen wurde von der Zauneidechse über die Waldeidechse und Schlingnatter bis hin zur Kreuzotter, der einzigen einheimischen Giftschlange, gespannt. Dabei kam es beim Aufspüren und Fotografieren der Kriechtiere des Öfteren auch schon zu einer unangenehmen Begegnung mit den Giftzähnen einer Kreuzotter. „Der Biss ist vergleichbar mit einem Wespenstich. Die Schwellungen verschwinden nach ein paar Tagen wieder“, meinte er. Der Experte aus Bad Kötzting kritisierte das fehlende Verständnis dieser ökologischen Zusammenhänge, sodass Reptilien heute zu den bedrohtesten Tierarten des Landes zählen.
Studienreferendarin Tina Fabig dankte dem Referenten für sein großes persönliches Engagement, da er durch seine wertvolle fachliche Arbeit das Interesse der Jugendlichen für diese Tiergruppe weckt.

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