Besondere Aktivitäten

RSG-Teams sehr erfolgreich bei „Ideen machen Schule“

Beim großen Finale des Gründungswettbewerbs „Ideen machen Schule“, das vor kurzem in Mariakirchen bei Arnstorf stattfand, konnten sich zwei Teams des Robert-Schuman-Gymnasiums unter den ersten zehn platzieren. Dieser Wettbewerb wird von der Hans-Lindner-Stiftung veranstaltet und findet in insgesamt sechs Spielregionen statt. Nachdem bereits im Mai die Sieger der jeweiligen Regionen gekürt wurden – in der Region Cham gewann dabei das Team TiVaLi vom RSG knapp vor dem Team „Villa Kunterbunt“ ebenfalls vom RSG – durften die vier besten Regionalsieger ihre Idee vor einer namhaft besetzten Jury noch einmal präsentieren. Das Team TiVaLi setzte dabei auf einen Supermarkt ohne Verpackung und musste sich im Finale hauchdünn einem Team aus der Region Passau geschlagen geben und erreichte einen hervorragenden zweiten Platz. Die Teammitglieder durften sich über einen Scheck mit 450 € freuen. Auch das Team „Villa Kunterbunt“, das einen Kindergarten mit Tieren in München betreiben möchte, konnte sich unter den Top Ten platzieren und erreichte einen mit 150 € dotierten achten Platz. Besonders gefördert und unterstützt werden die jungen Gründer dabei von der Sparkasse Cham und der Wirtschaftsförderung im Landkreis Cham. Gerade für Schüler der 9. Klasse eines Gymnasiums – das Planspiel ist integraler Bestandteil des Wirtschaftszweigs am RSG – ist diese Unterstützung unverzichtbar, liegt doch der Gedanke an Selbstständigkeit in weiter Ferne. Die Wirtschaftsregion braucht jedoch innovative Firmengründer, die Arbeitsplätze schaffen und die wirtschaftliche Entwicklung forcieren. Selbst wenn es nicht für Platz eins gereicht hat, profitieren die Schüler in hohem Maß von der Teilnahme und erwerben Kompetenzen, die im normalen Unterrichtsalltag nur sehr schwer bzw. gar nicht zu vermitteln sind. 

Team TiVaLi im Kreis der Honoratioren – darunter auch Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Bernd Sibler aus Deggendorf - bei der Preisübergabe

IHK-Zertifikat für Abiturienten

Letzten Freitag absolvierten Schüler aus der Q11 des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham, des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums Cham sowie des Benedikt-Stattler-Gymnasiums Bad Kötzting ihre externe Zertifikatsprüfung der IHK Regensburg bei der Firma Zollner in Zandt. Dabei wissen die beteiligten Gymnasien bei diesem schulübergreifenden Projekt in der IHK - in Zandt vertreten durch Frau Eva Zimmermann-Hönigl, die auch die Aufgaben erstellt hat - einen kompetenten und verlässlichen Partner an ihrer Seite. Begleitet und vorbereitet wurden die Schüler von Herrn Seidl vom BSG, Herrn Borowitz  vom JvFG sowie Herrn Wolfrum vom RSG.Vom BSG und RSG legten 9 bzw. 26 Schüler aus den beiden BWL-Kursen des Profilbereichs der 11. Jahrgangsstufe die Prüfung ab. Auch wagten sich in diesem Jahr 15 Teilnehmern des W-Seminars am JvFG an die externe Zertifizierung. Diese beinhaltet zwei große Teilbereiche. Der erste beschäftigt sich mit Kosten- und Leistungsrechnung – einem Gebiet, das in der Schule kaum thematisiert wird, abgesehen von Wirtschaftsinformatik in der 10. Jahrgangsstufe des Wirtschaftszweiges am RSG, im Unternehmen jedoch eine zentrale Bedeutung hat. Abgerundet wird dieser erste mit vielen Herausforderungen versehene Prüfungsteil von einigen Fragen zu Bilanzierung und Bilanzanalyse. Der zweite Teil hat Unternehmensformen, Vollmachten und Grundzüge der Wirtschafts- und Sozialpolitik zum Inhalt und fällt den Schülern deutlich leichter. Nach den anspruchsvollen stellte Herr Steinberger kurz das Unternehmen sowie die Möglichkeiten des dualen Studiums bei Zollner vor, wobei ein dualer Student diese Art des  Studiums aus seiner Sicht beschrieb und es den Schülern mit seinen vielen Vorteilen ans Herz legte. Abschließend konnten die Schülerinnen und Schüler die Firma Zollner in Form einer Betriebserkundung von innen kennen lernen. Die Überreichung der Zertifikate, die gerade im zunehmenden Wettbewerb um Studienplätze einen zusätzlichen Vorteil bedeuten können, wird im Rahmen der Abiturfeier durch einen Vertreter der IHK Regensburg erfolgen.

rechts vorne: Herr Steinberger (Fa. Zollner), Frau Zimmermann-Hoenigl (IHK)

Wirtschaft hautnah erleben

Am 24. Juli machten sich die Schüler zusammen mit den Lehrkräften Herrn Wolfrum und Frau Öller auf nach Roding, wo ihnen Continental einen Blick hinter die Kulissen gewährte. In einer Präsentation im Konferenzraum stellte der Personalchef, Herr Heeb, den Konzern Continental und insbesondere den Betrieb im Landkreis Cham in groben Zügen vor. Dabei zeigte sich, dass die Schüler bisher nur eines der Produkte, nämlich Reifen, kannten. Am Standort Roding werden hingegen Benzin- und Dieselpumpen für Fahrzeuge hergestellt. Weiter berichtete Frau Wilder, Leiterin Supply Chain Management, über die Logistik im Unternehmen. Dabei waren die Englisch-Kenntnisse der Schüler in besonderem Maße gefragt, da die gezeigte PowerPoint-Präsentation überwiegend in englischer Sprache verfasst war. Herr Heeb erklärte den Schülern, dass in Konferenzen immer Englisch gesprochen wird, sobald auch nur eine Person anwesend ist, die kein Deutsch versteht. Im Anschluss begab sich die Klasse in die Fertigungshalle, in der Frau Wilder und ein weiterer Mitarbeiter die Klasse, in zwei Gruppen aufgeteilt, durch das Werk führten. Beim Rundgang wurden verschiedene, bereits aus dem Unterricht bekannte Beschaffungs- und Produktionsprozesse vorgestellt, so z. B. Just-in-Time-Anlieferung oder die Bereitstellung der Waren nach dem Kanban-System. Die Verpackung der fertigen Erzeugnisse und deren Ausgang wurden ebenfalls kurz gezeigt.

Zum Abschluss wurde ein gemeinsames Foto im Eingangsbereich gemacht, bevor die Schüler ihre Rückreise ans RSG antraten.

Schüler inspiziert Pumpe näher.

Gruppenfoto zum Abschluss der Erkundung.