Fachprofil

Das Fach Sozialkunde versteht sich als das Leitfach der politischen Bildung am Gymnasium: Die Schüler sollen sich als Gemeinschaftswesen begreifen, die die Bedeutung von sozialen Bindungen und das Eingebundensein in soziale Ordnungen und Strukturen erkennen.

Mit zunehmendem Alter weiten sich Blickwinkel und Horizont der Gymnasiasten: Während sie sich in der 9. Jahrgangstufe mehr mit dem Nahbereich ihrer Mitmenschen auseinandersetzen, beschäftigen sie sich in der 10. und 11. Jahrgangsstufe mit der politischen Ordnung und dem Sozialgefüge der Bundesrepublik Deutschland, in der 12. Jahrgangsstufe mit der Stellung der BRD in internationalen Organisationen.

Dabei lebt der Sozialkundeunterricht gleichermaßen von Aktualität und von historischen Rückbezügen; die Vernetzung mit anderen Disziplinen, insbesondere mit der Zeitgeschichte, ist ein wichtiges sozialkundliches Unterrichtsprinzip.

Ihrem politischen Bildungsauftrag versucht die Schule über den Unterricht hinaus durch Exkursionen und Fahrten zu den Gedenkstätten der nationalsozialistischen Verbrechen sowie in die Landes- und Bundeshauptstadt gerecht zu werden. Außerdem gehören Projektarbeiten, Besuche bei der kommunalen Verwaltung und im Landratsamt, Einladungen von Jugendoffizieren der Bundeswehr, von Landes- und Bundespolitikern zur regelmäßigen Unterrichtspraxis.

Zusammenfassend lässt sich das bildungspolitische Ziel des Faches Sozialkunde so charakterisieren, dass die Schüler zur staatsbürgerlichen Verantwortung erzogen werden und sich als „zoon politicon“, geprägt vom Geist der Freiheit, Demokratie und völkerverbindenden Verpflichtung, verstehen.

 

R. Hein