GEO 8

  1. Dauerkulturen: Kulturpflanzen mit einer langjährigen Nutzungsdauer. Dazu gehören u.a. Kautschuk, Tee, Kakao und Obst.

  1. Dritte Welt: Sammelbezeichnung für die wirtschaftlich unterentwickelten Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Begriff stammt aus der Zeit, als viele dieser Länder ihre Unabhängigkeit erlangten und sich neben den westlichen Industrieländern und den Staaten des Ostblocks als dritte Kraft in der Weltpolitik sahen.

  1. Höhenstufen: Vegetation in einer bestimm ten Abfolge mit zunehmender Höhe. Sie passt sich vor altem an die abnehmende Lufttemperatur an,

  1. Informeller Sektor: Vom Staat nicht kontrollierter Wirtschaftsbereich, in dem die Menschen ohne soziale Absicherung, aber auch ohne Steuern zu zahlen, arbeiten. Kinderarbeit findet häufig im informellen Sektor statt. Die Kinder verkaufen u.a. Dinge auf der Straße, passen auf Autos auf, arbeiten in fremden Haushalten oder in Kleinbetrieben.

  1. Tageszeitenklima: Die Temperaturschwankungen während des Tages sind größer als die während des Jahres.

  1. Landflucht: Wanderungsbewegung größeren Ausmaßes aus dem ländlichen Raum in Städte, ausgelöst in der Regel durch unzureichende Lebensbedingungen auf dem land.

  1. Metropolisierung: Das Heranwachsen einer Stadt zur Metropole, die das politische und wirtschaftliche Zentrum eines Landes bildet. Diese Stadt nimmt damit gegenüber anderen Großstädten des Landes eine überragende Stellung ein (z.B. Lima, Lagos oder Paris). Vor allem Hauptstädte oder Hafenstädte in den Entwicklungsländern haben sich rasch zu Metropolen entwickelt, deren Größe und Bedeutung weit über der anderer Städte des Landes liegt.

  1. Passat: ganzjährige, richtungsbeständige Luftströmungen zwischen den subtropischen Hochdruckgebieten und der äquatorialen Tiefdruckrinne (ITC). Die Erdrotation bewirkt auf der Nordhalbkugel eine Ablenkung als Nordostpassat, auf der Südhalbkugel als Südostpassat.

  1. Savanne: Vegetationszone der wechselfeuchten Tropen und Subtropen. Nach Dauer der Regen- und Trockenzeiten verändern sich die Anteile von Gras- und Holzgewächsen. Man unterscheidet die:

  • Feuchtsavanne, mit einer Dauer der Regenzeit von 7—9 Monaten und hohem Elefantengras sowie größeren Baumgruppen;

  • Trockensavanne, mit einer Dauer der Regenzeit von 4—7 Monaten und nur noch etwa 1 Meter hohen Gräsern sowie vereinzelten geschlossenen Baumgruppen;

  • Dornsavanne, Dauer der Regenzeit von 2—4 Monaten und überwiegend dornigen Busch- und Baumarten. Eine geschlossene Grasdecke bildet sich hier nicht aus.

  1. tropischer Regenwald: Waldtyp der immerfeuchten Tropen (mehr als 2000 mm Niederschlag pro Jahr, gleichmäßig hohe Temperatur von 25—28‘C).

  • großer Artenreichtum!(ca. 3000 immer grüne Baumarten, Schling- und Kletterpflanzen),

  • üppiges Wachstum mit Baumriesen über 60m Höhe.

  • Ausgeprägter Aufbau der Pflanzen in 4—5 Stockwerken. Wichtiger Sauerstofflieferant und Klimaregulator der Erde.

  1. Versalzung: Anreicherung von Salzen an der Oberfläche des Bodens durch Bewässerung. Das Bewässerungswasser löst Salze, die sich im Boden befinden. Sie gelangen durch die Verdunstung an die Oberfläche und bilden eine Salzkruste. Die Erträge auf solchen Böden gehen stark zurück und führen schließlich zum Verlust der Anbaufläche.

  1. Wendekreise: Bezeichnung für die beiden Breitenkreise 23,5° n. B. und 23,5° s. B. Der Zenitalstand der Sonne erreicht am 21. Juni den nördlichen Wendekreis (Sonnenwende) und am 22. Dezember den südlichen Wendekreis (in Deutschland längste Nacht und kürzester Tag). Nur im Gebiet zwischen den Wendekreisen steht die Sonne senkrecht, also im Zenit. Für den Betrachter auf der Erde „wendet“ der Sonnenhöchststand scheinbar seine Richtung an den Wendekreisen.

  1. Wüste: Gebiet, in dem aufgrund großer Trockenheit (Trockenwüste) oder geringer Temperaturen (Kälte- oder Eiswüste) von Natur aus nur spärliches Pflanzenwachstum möglich ist, In Trockengebieten unterscheidet man nach der Oberflächenbeschaffenheit: Felswüste (Hamada), Kieswüste (Serir) und Sandwüste (Erg).

  1. Zenitalregen: So werden die Gewitterregen im tropischen Tiefdruckgürtel genannt, weil sie dann losbrechen, wenn die Sonne am höchsten Himmelspunkt, also im Zenit steht.