Eine Sternstunde der Konzerte am Robert-Schuman-Gymnasium erlebte das Publikum beim letzten Konzert mit den drei ausgezeichneten Musikern, Florian Schröter, Klavier, Florian Simeth, Klarinette und der für den verunfallten Jan Trost eingesprungenen Bledar Zajmi, Cello. Das Trio begeisterte mit einem anspruchsvollen Programm und einer auf den Zuhörer überspringende Spielfreude. Gleich zu Beginn war das Gassenhauer-Trio op.11 von Ludwig van Beethoven zu hören. Gegen die kompositorische Gewohnheit der Komponisten, hatte er ein Thema des damals populären Wiener Opernkomponisten Joseph Weigl in mehren Variationen geschrieben. Hier zeigt sich Beethoven leicht, besser gesagt, volkstümlich. Die Variatioen sind eingängig und bleiben im Ohr des Hörers. Einfach richtige Gassenhauer. Florian Schröter, auf diesen Pianisten, ein ehemaliger Schüler des RSG, kann die Schulgemeinde mit Recht stolz sein. Er hat eine sehr souveräne Spielweise. Unaufgeregt fegt er über die Tasten und im Zusammenspiel mit Klarinette und Cello zeigt sich sein großes musikalisches Einfühlungs­vermögen. Nicht nur hören, sondern auch sehen musste man den Cellisten Bledar Zajmi, er spielt mit ganzem Herzen sein Instument. Beide sind ein unzertrennliches Team. Lebende Musik ist mit dem Cellisten, des Konzertmeistes des Orchester der Oper des Nationaltheaters Prag, keine Flosekel sondern eine erlebbare Tatsache. In den Fantasiestücken op.73 von Richard Schumann in der Fassung von Cello und Klavier, war es ein Genuss beiden Musiker zu zuhören und zu zusehen. Die bekannten Melodien aus der Oper Rigoletto von Luigi Bassi „Konzertfantsie für Klarinette und Klavier, war das virtuose Spiel Florian Simeth erneut zu erleben. Fast möchte man ihn als Paganini auf der Klarinette bezeichen. Er schafft es immer wieder das Klarinettenspiel neu zu erfinden. Simeth gibt wirklich alles und scheut sich nicht, auch körperlich an die Grenzen zu gehen und schweißnaß die Bühne zu verlassen. Sein Atemolumen ist erstaunlich. Und immer noch reicht es um die Schlusstöne sanft ausklingen zu lassen. Das Trio zeigte, wie harmaonisch Musiker miteinander umgehen und lassen es im Zusmmenspiel deutlich hören. Keiner muss sich über den anderen stellen, jeder ist ein Solist und doch ein Teamplayer. Das Konzert begeisterte das große Publikum und zum Ende wollte der Applaus nicht mehr enden. Noch einmal waren, als Zugabe aus dem Gassenhauer-Trio Variationen zu hören. Ein bemerkenswertes Konzert, dass jetzt schon auf die Konzerte im neuen Jahr neugierig macht.

Quelle: Frau Gaby Dahlmann / Chamer Zeitung